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KI-Förderung: Arbeitswelt 4.0 (Salzburg) & DIGITAL.PLUS 26 (OÖ)
Die kurze Antwort: Salzburger Betriebe bekommen für KI-Projekte derzeit bis zu 40 % Zuschuss über Arbeitswelt 4.0 des Landes (maximal 25 000 €, Mindestvolumen 5 000 €). Oberösterreichische Betriebe nutzen DIGITAL.PLUS 26 der WKOÖ: 35 %, maximal 7 000 €, Anträge bis 2. November 2026. In beiden Fällen gilt: Antrag vor Projektstart.
Salzburg: Arbeitswelt 4.0
Das Programm des Landes fördert keine Technologieanschaffung, sondern Gesamtkonzepte: Kompetenzaufbau im Team, neue Arbeitsweisen und die passenden Werkzeuge zusammen. Genau das ist für KI-Vorhaben die richtige Struktur – Schulung, Prozessarbeit und Prototyp gehören ohnehin zusammen.
Die Eckdaten: 40 % der förderbaren Kosten, maximal 25 000 € pro Unternehmen, Mindestvolumen 5 000 € netto, Laufzeit bis 18 Monate. Antragsberechtigt sind KMU und Midcaps mit Betriebsstandort in Salzburg; externe Beratung ist förderbar. Das Programm läuft bis zur Ausschöpfung des Jahresbudgets, längstens bis 31.12.2026 – warten ist also keine Strategie.
Rechenbeispiel: Ein Paket aus Potenzialcheck, Ganztags-Workshop, Quick-Win-Automatisierung und einem Begleittag kostet 8.680 € netto. Der Zuschuss beträgt 3.472 €, effektiv bleiben 5.208 €. Ein größeres Paket mit Prototyp-Sprint und Umsetzung (26.900 €) bringt 10.760 € Zuschuss.
Für produktionsnahe, technologieorientierte Betriebe (mindestens 3 Jahre bestehend) kann alternativ Salzburg.Digital, Modul Digi-Invest passen: 30 %, maximal 36.000 €, ab 15.000 € Projektkosten. Beide Programme sind für dieselben Kosten nicht kombinierbar – welches besser liegt, zeigt der Förderrechner.
Oberösterreich: DIGITAL.PLUS 26
Die WKOÖ und das Land OÖ ersetzen 35 % der förderbaren Projektkosten, maximal 7 000 €. Die wichtigsten Bedingungen:
- Mindestprojektkosten 12 000 € netto
- Beratungs- und/oder IT-Dienstleistungen müssen mindestens 20 % der Kosten ausmachen
- Themen: Automatisierung/Digitalisierung, Datenmanagement/KI, sichere IT-Systeme (digitales Marketing ist ausgeschlossen)
- KMU/EPU mit Standort in OÖ und aktiver WKOÖ-Mitgliedschaft
- Antragsfrist 2. November 2026; Projektstart frühestens 10 Wochen vor Antrag
Rechenbeispiel: Ganztags-Workshop plus Prototyp-Sprint M = 14.790 € netto → 5.176 € Zuschuss → effektiv 9.614 €. Bei größeren Projekten greift der Deckel: ab 20.000 € Projektkosten bleibt es bei 7.000 €.
Die vier typischen Fehler
- Projektstart vor dem Antrag. Der häufigste und teuerste Fehler: Wer vor der Antragstellung beauftragt, verliert den Anspruch komplett (in OÖ gilt eine 10-Wochen-Rückrechnung, in Salzburg zählt der Umsetzungsbeginn).
- Fehlendes Gesamtkonzept (Salzburg). Ein reines “wir kaufen ein Tool” ist bei Arbeitswelt 4.0 nicht förderfähig. Es braucht den Dreiklang aus Kompetenz, Organisation und Werkzeug – sauber beschrieben.
- Beratungsanteil unter 20 % (OÖ). Wer fast nur Software kauft und kaum Dienstleistung, fällt bei DIGITAL.PLUS durch.
- Auf KMU.DIGITAL warten. Das Bundesprogramm ist formal aktiv, das Budget 2026 aber ausgeschöpft. Wer jetzt plant, rechnet besser mit den Landesprogrammen.
So läuft der Antrag konkret
Salzburg: Erstgespräch → Projektskizze (Gesamtkonzept) → Abstimmung mit Innovation Salzburg → Antrag durch Sie vor Projektstart → Umsetzung → Verwendungsnachweis.
Oberösterreich: Selbstcheck auf der WKOÖ-Seite → Angebot einholen → Antrag durch Sie vor Projektstart → Umsetzung → Abrechnung mit Rechnung und Zahlungsnachweis (Abrechnungsfenster bis 31.03.2027).
Ich unterstütze bei der Projektskizze und liefere ein antragsfähiges Angebot; den Antrag stellt das Unternehmen selbst.
Häufige Fragen
Bekomme ich die Förderung sicher? Nein – es sind Zuschüsse nach Maßgabe der Budgetmittel, über die die Förderstelle entscheidet. Alle Beträge hier sind “bis zu”-Werte, vorbehaltlich Prüfung durch die Förderstelle.
Kann ich Schulung allein fördern lassen? In Salzburg als Teil eines Gesamtkonzepts ja. Für einzelne Kursteilnahmen gibt es eigene Wege: den Bildungsscheck des Landes Salzburg und die Weiterbildungsförderung der WKOÖ.
Was ist mit anderen Bundesländern? KMU.DIGITAL (bundesweit) ist derzeit ohne Budget; die meisten Länder haben eigene Digitalisierungsprogramme. Das prüfen wir im Erstgespräch.
Angaben ohne Gewähr, Stand 22.08.2026. Maßgeblich sind die Förderrichtlinien der jeweiligen Stelle.