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Was kostet KI-Beratung in Österreich 2026? Preise, Modelle, Förderung

Veröffentlicht 22.08.2026

Die kurze Antwort: KI-Beratung kostet in Österreich 2026 typischerweise 150–300 € pro Stunde beziehungsweise 1.200–2.800 € pro Tag (netto). Abgegrenzte Projekte – etwa ein Prototyp mit Anbindung an ein Bestandssystem – liegen meist zwischen 8.000 und 15.000 €. Nach oben ist der Markt offen, nach unten wird es schnell unseriös. Für Salzburger und oberösterreichische Betriebe reduzieren Förderungen die effektiven Kosten um 30–40 %.

Woraus sich die Preise zusammensetzen

Der Markt sortiert sich grob in drei Gruppen:

Einzelberater und kleine Spezialisten verrechnen 150–250 € pro Stunde. Sie sind die richtige Wahl, wenn Sie jemanden suchen, der versteht und umsetzt – fragen Sie konkret, ob die Person selbst programmiert oder nur Konzepte schreibt.

Agenturen und mittlere Beratungshäuser liegen bei 200–300 € pro Stunde bzw. 1.800–2.800 € pro Tag. Dafür bekommen Sie ein Team und Vertretung im Urlaub – aber oft auch Junior-Personal zum Senior-Tagsatz. Fragen Sie, wer konkret arbeitet.

Konzernberatungen beginnen jenseits der 3.000 € pro Tag und sind für Betriebe unter 50 Mitarbeitenden selten die passende Größenordnung.

Stundensatz, Tagsatz oder Festpreis?

Für kleine Betriebe ist die wichtigste Frage nicht der Satz, sondern das Modell:

  • Stundenverrechnung passt für punktuelle Hilfe: Tools einrichten, Prompts bauen, konkrete Fragen klären. Risiko: ohne klares Ziel wird es teuer. Vereinbaren Sie ein Kontingent mit Obergrenze.
  • Tagsätze passen für Workshops und Begleitung. Achten Sie darauf, was ein “Tag” umfasst – Vorbereitung und Nachbereitung inklusive oder extra?
  • Festpreise passen für alles mit definiertem Ergebnis: Potenzialanalyse, Workshop, Prototyp. Der Anbieter trägt das Aufwandsrisiko – dafür muss der Umfang schriftlich klar sein.

Meine eigenen Preise sind als Datenpunkt öffentlich: Potenzialcheck 490–1.690 €, Inhouse-Workshops 1.690–2.890 €, Prototyp-Sprints 6.900–11.900 €, Umsetzung 1.400 € pro Tag (alle netto zzgl. 20 % USt., Details auf der Preisseite). Damit liege ich bewusst im Mittelfeld des Marktes – mit Festpreisen statt offener Stundenverrechnung.

Die versteckten Kosten, nach denen niemand fragt

Vergleichen Sie Angebote nie nur am Tagsatz. Drei Posten machen den Unterschied:

  1. Laufende Kosten: API- und Lizenzgebühren nach Projektende (typisch 20–200 € pro Monat). Seriöse Angebote weisen sie aus, bevor Sie unterschreiben.
  2. Abhängigkeit: Gehört Ihnen am Ende der Code samt Dokumentation, oder mieten Sie eine Blackbox? Eine Übergabe ohne Abhängigkeit ist bei Projektende Gold wert.
  3. Evaluation: Wird gemessen, ob das System funktioniert – an Ihren echten Fällen, mit vorher definierten Kriterien? Ein Pilot ohne Messung ist ein Bauchgefühl mit Rechnung.

Was Förderung daran ändert

Für Betriebe in Salzburg und Oberösterreich reduzieren aktuelle Programme die effektiven Kosten deutlich: Salzburg fördert Gesamtkonzepte aus Kompetenz, Prozessen und Werkzeugen mit 40 % (Arbeitswelt 4.0), Oberösterreich ersetzt 35 % der Projektkosten (DIGITAL.PLUS 26, Anträge bis 2. November 2026). Ein Projekt um 14.000 € kostet damit effektiv rund 9.100–9.400 €. Die Bedingungen und ein Rechner stehen im Artikel KI-Projekte fördern lassen und auf der Förderseite.

Häufige Fragen

Was kostet ein erster Schritt? Bei den meisten Anbietern gibt es ein kostenloses Erstgespräch. Ein strukturierter Einstieg mit Ergebnis (Potenzialanalyse mit Bericht) liegt am Markt zwischen 400 und 2.000 €.

Sind 100 € pro Stunde zu billig? Nicht zwingend – aber fragen Sie nach Referenzen, Versicherung und danach, wer die Arbeit tatsächlich macht. Deutlich unter Markt arbeitet meist, wer Erfahrung erst aufbaut.

Warum sind KI-Projekte teurer als “normale” IT-Projekte? Sind sie oft gar nicht – aber sie haben einen Erprobungsanteil: Ob ein Sprachmodell Ihre Belege zuverlässig liest, weiß man erst nach dem Test mit echten Belegen. Deshalb ist die sauberste Struktur ein begrenzter Prototyp mit Messung vor der großen Investition.

Kann ich das nicht selbst mit ChatGPT machen? Vieles ja – und genau das lernen Sie in einem Kurs schneller als allein. Beratung lohnt sich dort, wo Systeme angebunden, Datenschutzfragen geklärt oder Prozesse umgebaut werden.

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